Kurhessischen Diakonissenhaus Kassel

 

 

 

Aktuelles aus dem Kurhessischen Diakonissenhaus


Schlager beschwingen Salem

Die Bilder zeigen Szenen des Konzerts, die in den Bildern zu sehende Diakonisse ist Altoberin Sr. Helga Mantels,
Chorleiterin Angela Richter trägt den roten Schal. Diakonissenhaus (oH)

Mit einem Konzert zur sonst üblichen Gottesdienststunde am Nachmittag hat Pfarrerin Anja Baum am heutigen Freitag, den 17. Mai, einen frohgemuten Auftakt fürs Pfingstfest im Alten- und Pflegeheim „Haus Salem“ gewagt. Die Seelsorgerin konnte bereits zum zweiten Mal einen Projekt-Chor um Musikerin Angela Richter dafür gewinnen, mit ihr zusammen Musik zu gestalten, die ältere oder demente Menschen anspricht und bewegt. „Lieder sind Erinnerungen“ war denn auch der Titel des Konzerts, das zehn Frauen in der Altenhilfeeinrichtung des Kurhessischen Diakonissenhauses gaben. Doch blieben sie beim Singen nicht allein: Auf Liedblättern ausgeteilte Refrains von Schlagern aus den 20er bis 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und Volkslieder wurden vom Publikum mitgesungen und -gesummt. „Es hat mich sehr berührt, wer von den Bewohnern mitgesungen hat und wie. Viele waren sehr bewegt – weil durch diese Lieder ganz viel vom Alltag abgefallen ist. Es war ein Hauch von Freiheit und Weite zu spüren“, fasst die Seelsorgerin das gelungene Miteinander zusammen. „So was mache ich gerne“, schließt sich Angela Richter an: „Schlager sind eigentlich gar nicht mein Ding“, gesteht sie und genießt um so mehr die Wirkung auf die Bewohnerinnen und Bewohner von Salem. So konnten alle gut und leicht ins Pfingstwochenende starten.
22.05.2013

 
 
Fotos: Steffen Ackermann (OH)
 

Kasseler Diakonissen erstmalig auf Youtube online

Der Konfirmandenjahrgang der Unterneustadt-Gemeinde war auf Filmsafari im Mutterhaus und hat den Film im Netz hochgeladen

Zum ersten Mal in der fast 150-jährigen Geschichte der Kasseler Diakonissen gibt es einen Film über sie im weltweiten Netz. Die Protagonistin, die 83-Jährige Diakonisse Sr. Ursula Graack, berichtet darin aus ihrem Leben als Diakonisse. Sie nimmt den Zuschauer mit in eine nicht so bekannte Welt mitten in Kassels Vorderem Westen und öffnet Türen, hinter die sonst nicht so oft zu schauen ist. „Eine Diakonisse erzählt“ ist unter dem Link http://youtu.be/5UOehm8l4mk zu sehen und unter anderem auf der Website des Kurhessischen Diakonissenhauses Kassel (www.diakonissenhaus-kassel.de ) und auf dem Auftritt der Evangelischen Kirche in Kassel (www.ekik.de ) abrufbar.

„Angestiftet“ zu dem Projekt hat die Seelsorgerin und Pfarrerin am Diakonissenhaus Anja Baum. Sie realisierte das Film-Projekt für die Kirchengemeinde Kassel-Mitte mit der Konfirmandengruppe ihrer ehemaligen Gemeinde in der Unterneustadt. Filmemacher Steffen Ackermann vom Offenen Kanal Kassel hat die 6 Konfirmanden bei ihrer Recherche im Kurhessischen Diakonissenhaus begleitet, angeleitet und den Film auf einen informativen und liebenswürdigen 6-Minuten-Einblick geschnitten. „Wir haben dabei auf vielfache Weise gewonnen“, kommentiert der Theologische Vorstand Christoph Kuhnke das Ergebnis: „Zum einen öffnen wir gerne unser Haus allen Interessierten, um dessen reiche Geschichte und das gute Tun hier zu teilen. Gerade die Jugendlichen sind uns willkommen mit ihrem Wunsch, mehr über den Glauben zu erfahren. Zum anderen lernen wir durch die Fragen und freuen uns, die Dinge aus ihrer Perspektive betrachten zu dürfen.“ Der Film sei rundherum gelungen.
07.05.2013

 

Den Tag der Befreiung mit freier Stimme würdigen

Pfarrer Christoph Kuhnke setzt am 8. Mai in der Mutterhauskirche
ein literarisch-musikalisches Zeichen für eine freie Welt


„Eine freie Stimme der freien Welt“ ist der Slogan, mit dem der Theologische Vorstand des Kurhessischen Diakonissenhauses Kassel zu einem literarisch-musikalischem Abend in die Mutterhauskirche einlädt:
Am 8. Mai, dem Tag der Befreiung, um 18.30 Uhr wird er Texte und Gedichte lesen und will damit zum einen auf den Termin des Kriegsendes verweisen und zum Nachdenken anregen. Zum anderen möchte er gemeinsam mit Kantor Martin Wenning die Besucher mit der musikalisch begleiteten Lesung erfreuen und ihnen „für ihre freundschaftliche Verbundenheit mit dem kurhessischen Diakonissenhaus und für die Mitarbeit in unseren Einrichtungen danken“, wie es in der Einladung heißt. Der Eintritt ist frei. Über Spenden für ein neues Klavier für den Kirchsaal würde sich die Gemeinde des Diakonissenhauses freuen.

Der 59-Jährige Pfarrer übernahm im Oktober 2011 die Vorstandsaufgabe im Kurhessischen Diakonissenhaus von Pfarrer Karl Leonhäuser und initiierte bereits verschiedene kulturelle Veranstaltungen. Unter anderem lud er im August 2012 zu einem Gedichte-Abend mit Orgelmusik ein. Kennzeichnend ist, dass der Theologe und Non-Profit-Manager dabei viel von sich persönlich verrät und seine Haltungen und Vision mit einfließen lässt. Kantor Martin Wenning begleitet dabei bewährt auf einfühlsame Weise an der Bosch-Orgel.

Die gemeinnützige Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel betreibt ein Kinder- und Jugendheim und drei Tageseinrichtungen für Kinder. Das Alten- und Pflegeheim „Haus Salem“ in Kassel und das Marie-Behre-Altenhilfezentrum in Baunatal-Guntershausen bilden mit den verschiedenen Angeboten zum Betreuten Wohnen den Altenhilfebereich. Das Diakonie-Zentrum für Schädel-Hirn-Verletzte in Nordhessen gemeinnützige GmbH (ZeHN) ist das jüngste Arbeitsfeld der Stiftung. Seit Oktober 2012 können hier bis zu 27 Menschen im Alter von 18 bis 65 Jahren mit schweren Schädigungen des Zentralen Nervensystems (ZNS) dauerhaft leben und intensiv gepflegt und betreut werden. Das Diakonissen-Mutterhaus mit Kirche, Tagungs- und Gästebetrieb ist ein weiteres Arbeitsgebiet und geistliche Heimat von 40 Diakonissen. Die Stiftung feiert 2014 ihr 150-jähriges Bestehen und beschäftigt haupt- oder ehrenamtlich rund 300 Menschen. Darüber hinaus ist die Stiftung Gesellschafter der Diakonie-Kliniken Kassel gemeinnützige GmbH. Diese betreibt an drei Standorten das Burgfeld-Krankenhaus, das Diakonissen-Krankenhaus sowie die Frauenklinik Dr. Koch. Dort arbeiten etwa 700 Menschen in Medizin, Pflege und Verwaltung. (www.diako-kassel.de).

„Eine freie Stimme der freien Welt“
Lesung mit Orgelmusik mit Pfarrer Christoph Kuhnke und Kantor Martin Wenning

Am 8. Mai um 18.30 Uhr
In der Mutterhauskirche des Kurhessischen Diakonissenhauses Kassel
Goethestrasse 85
34119 Kassel

07.05.2013

 
 
 

Aaaaah und Oooooh! Die Kita Kleiner Holzweg schlägt neue Töne an

Es darf gesungen werden! Hierin sind sich Kita-Leiterin Andrea Landhuis und ihr Erzieherinnen-Team mit den Kindern einig. Das Einzelhandelsunternehmen dm-drogerie markt unterstützt dieses Ansinnen mit dem Projekt "Singende Kindergärten". In Kassel gibt es bereits 50 Projektteilnehmer, so genannte „Singende Kindergärten“ – nun war die Kita Kleiner Holzweg Mittelpunkt einer Spendenübergabe und bekam am 18. April Besuch. Stephanie Rudolph vom Kasseler dm-Markt in der Oberen Königsstraße verbrachte den Vormittag mit den Erzieherinnen und Kindern sowie der Sängerin und Musikpädagogin Veronika Steinert. Alle 59 Kinder der Einrichtung des Kurhessischen Diakonissenhauses bekamen je zwei Liederbücher und eine Stunde Zeit geschenkt, die sie mit Freude an der Bewegung und am Singen und Sprechen im Bewegungsraum füllten.
Für die 32-jährige dm-Patin eine willkommene Abwechslung vom beruflichen Alltag: „Ich habe selbst eine dreijährige Tochter, deswegen gefällt mir diese Initiative so gut; und ich hoffe, dass ich noch mehr über die Kita erfahre im Laufe des Patenjahres – ich würde mich gern mehr einbringen“, sagt die Kauffrau im Einzelhandel. Noch zweimal werden die Kinder im Kleinen Holzweg in den Genuss von Bücherspenden und musikalischer Früherziehung in diesem Jahr kommen – denn die Kulturinitiative ist nachhaltig angelegt. Die Karlsruher Handelskette will Erzieherinnen ermutigen, mit den Kindern in ganz alltäglichen Situationen zu singen und die Kinder so spielerisch in die heitere Welt des Singens einführen. Seit 2009 können sich Kindergärten bei dm bewerben, ein solcher „Singender Kindergarten“ zu werden. Deutschlandweit sind es mehr als 1.350, die dm fördert: Mit dem Spenden von Liederbüchern, kostenlosen musikpädagogischen Workshops und Patenschaften durch einzelne Märkte.
BU Singende Kindergaerten:
Jetzt geht´s los: Die Kita Kleiner Holzweg ist nun offiziell ein „Singender Kindergarten“ und wird von der dm-Kulturinitiative „ZukunftsMusiker“ unterstützt: Stephanie Rudolph, Kauffrau im Einzelhandel bei dm und Projekt-Patin der evangelischen Kita (Mitte) hatte Liederbücher mit im Gepäck und kam in Begleitung mit der Sängerin und Musik-Pädagogin Veronika Steinert (im Hintergrund), die die Erzieherinnen auf die schöne Aufgabe vorbereitete, mit den Kindern gemeinsam zu singen. Die stellvertretende Kita-Leiterin Iris Endom (l.) und Kita-Leiterin Andrea Landhuis (r.) verteilten jeweils zwei Liederbücher und einen Elternbrief an die insgesamt 59 Kinder der Kita.
BU: Singende Kindergärten (2): Viel Spaß mit der Stimmgabel hatten die Kinder der Kita Kleiner Holzweg während der musikpädagogischen Arbeit mit der Sängerin Veronika Steinert – sicher ist, dass sich nicht nur Töne übertrugen, sondern auch die Freude an Ihnen! Rechts Kita-Leiterin Andrea Landhuis.
Fotos: Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel (Diakonissenhaus/OH)
22.04.2013

Foto: Diakonissenhaus/nh
 

Schiller, Salem und viel Schnucke

Fünfzehn Kinder der Klassen 3 und 4 der Herkulesschule in Kassel führten mit viel Spielfreude das Theaterstück „Der Handschuh“ vor vollen Reihen in Haus Salem auf. Bewohnerinnen und Bewohner der Altenhilfeeinrichtung des Kurhessischen Diakonissenhauses Kassel profitierte damit schon zum wiederholten Male von der guten Verbindung zur der Stadtteilschule und hatten sichtlich Spaß an dem selbst erarbeiteten Stück. Die Grundschüler hatten in Anlehnung an Schillers Werk mit ihren Lehrerinnen Katja Jantzen und Dorothee Schwoon ein fröhliches und leichtes Stück inszeniert – und dafür viel Beifall von den alten oder kranken Menschen bekommen. Seelsorgerin Pfarrerin Anja Baum, unterstreicht die Wichtigkeit ihrer Idee, die jungen Schauspieler ins Haus Salem zu holen: „Es ist gut, dass sich Alt und Jung begegnen; die Kinder wachsen an der Möglichkeit, ihr Spiel zu zeigen, und den Menschen in Salem vertreibt es die Zeit auf angenehme Weise – ein Höhepunkt in ihrem Alltag!“ Als Dankeschön gab´s für die Grundschüler eine große Schnucke-Tüte.
20.02.2013

 

Eine Million Euro für ZeHN

LWV Hessen fördert Diakonie-Einrichtung für Schädel-Hirnverletzte in Kassel

Kassel: Mit einer Million Euro fördert der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen das Diakonie-Zentrum für Schädel-Hirnverletzte in Nordhessen (ZeHN) und sichert damit das einzige Wohnpflegeheim dieser Art in der Stadt Kassel. Einen entsprechenden Scheck überreichte heute der Erste Beigeordnete des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen, Dr. Andreas Jürgens, an den Geschäftsführer der gemeinnützigen GmbH ZeHN, Pfarrer Christoph Kuhnke. „Bislang konnten Menschen mit schweren Schädigungen des Zentral¬nervensystems in der Stadt Kassel nur in Altenpflegeheimen versorgt werden, auch junge Menschen. Oder sie mussten in die umliegenden Regionen umziehen“, sagte Dr. Jürgens.

ZeHN ist das jüngste Arbeitsfeld der Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel. Seit Oktober 2012 können hier bis zu 27 Menschen ab 18 Jahren mit schweren und schwersten neurologischen Schädigungen dauerhaft leben. Sie werden intensiv gepflegt und betreut. Es gibt auch Patienten, die vorübergehend rehabilitierende Behandlung und Pflege erhalten.
„Die Einrichtung war dringend notwendig, um auch jüngere Menschen angemessen zu begleiten. Wir wollen ihre Möglichkeit, künftig wieder selbstbestimmt leben zu können, fördern“, erklärte Pfarrer Kuhnke.
Dieses spezielle Angebot ist für Menschen, die etwa nach einem Unfall, einer Hirnblutung oder auch Hirntumoren durch die neurologische Schädigung in ihrer selbstständigen Lebensweise schwer beeinträchtigt sind und dauerhaft aufwändig gepflegt werden müssen. Bei ihnen können Orientierungs- oder Verhaltensstörungen, Verständigungsstörungen oder eine absaugpflichtige Öffnung der Luftröhre vorliegen. Ihre Beeinträchtigungen sind sehr unterschiedlich. Sie müssen teilweise ständig beaufsichtigt werden. Im Zentrum, in dem heute 10 der 27 Plätze belegt sind, arbeiten derzeit rund 20 Menschen mit pflegerischen Berufen, von Physiotherapeuten bis zu Intensiv-Krankenschwestern/Intensiv Krankenpflegern.

Die Einrichtung ZeHN hat ihren Sitz in der dritten und vierten Etage des „Kurt-Reuber-Hauses“, das gemeinsam mit dem gemeinnützigen Dialyseanbieter Patienten-Heimversorgung (PHV) errichtet worden ist. In den unteren Etagen sind eine große Dialyse-Praxis der PHV sowie verschiedene Arztpraxen untergebracht. An der Finanzierung der Wohnpflege-Einrichtung sind neben dem LWV das Hessische Sozialministerium, die Evangelische Kirche und das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck sowie das Diakonissenhaus mit Eigenmitteln beteiligt. Die laufenden Kosten für die reinen Pflegeleistungen finanzieren die Pflegekassen, die Betroffenen oder der LWV. Die Fördermaßnahmen zur Gestaltung des Tages finanziert der LWV im Rahmen der Eingliederungshilfe.

Hintergrund


Die Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel ist an den Diakonie-Kliniken Kassel mit dem Burgfeld-Krankenhaus, Diakonissen-Krankenhaus und der Frauenklinik Dr. Koch beteiligt. Ebenfalls dazu gehören ein Altenhilfebereich mit dem Alten- und Pflegeheim „Haus Salem“ in Kassel und dem Marie-Behre-Altenhilfezentrum in Baunatal-Guntershausen.
Weiter gehört ein Jugendhilfebereich mit dem Kinder- und Jugendheim im Kleinen Holzweg und drei Tageseinrichtungen dazu.
Das Mutterhaus ist geistliche Heimat von rund 40 Schwestern. In der Komplexeinrichtung, die 2014 ihr 150-jähriges Bestehen feiert, arbeiten rund 1.000 Menschen haupt- oder ehren-amtlich. (www.diako-kassel.de )


Der Landeswohlfahrtsverband Hessen ist ein Zusammenschluss der Landkreise und kreisfreien Städte, dem soziale Aufgaben übertragen wurden.
Er unterstützt behinderte, psychisch kranke und sozial benachteiligte Menschen
in ihrem Alltag und im Beruf.
Er betreut Kriegsbeschädigte, deren Angehörige und Hinterbliebene.
Er ist Träger von Förderschulen und Frühförderstellen.
Er ist Alleingesellschafter der Vitos GmbH, die einen wesentlichen Teil
der psychiatrischen Versorgung in Hessen sicherstellt.


Ansprechpartner beim Landeswohlfahrtsverband Hessen
Rose-Marie von Krauss
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon 0561 1004 – 2368
vonkrauss@lwv-hessen.de

Ansprechpartner beim Kurhessischen Diakonissenhaus Kassel
Susanne Wolf
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon 0561 1002 - 4040
s.wolf@diako-kassel.de
11.02.2013

Geht fröhlich ans Werk: Tobias Jäger vor seiner feierlichen Einführung vor dem Kurhessischen Diakonissenhaus Kassel, flankiert vom Theologischem Vorstand Pfarrer Christoph Kuhnke, Oberin Pfarrerin Kerstin Hering und Vertrauensschwester Diakonisse Ursula Graack (v.l.n.r.). (Foto: Diakonissenhaus/nh)
 

Diakonissenhaus: Willkommen, Tobias Jäger!

Der Termin erinnerte an einen besonderen Tag im Diakonissenhaus: An einem 10. Februar im Jahr 1883 wurde der erste Patient im gerade fertig gestellten Diakonissen-Krankenhaus aufgenommen. Nun wird wieder ein neues Kapitel in der fast 150-jährigen Geschichte des Kurhessischen Diakonissenhauses Kassel aufgeschlagen. Der Diplom-Kaufmann Jens Wehmeyer wurde nach vier Jahren als Verwaltungsdirektor der evangelischen Stiftung verabschiedet und der Diplom-Ökonom Tobias Jäger (44) feierlich in einem Gottesdienst eingeführt. Der Theologische Vorstand Pfarrer Christoph Kuhnke predigte über den Auftrag, den die Stiftungssatzung selbst an ihre Leitenden und Mitarbeitenden stellt und fasste dies in das Fazit: „Die Kraft des Glaubens drängt zur Tat“. Kirchenrat Rudolf Schmidt würdigte den krankheitsbedingt fehlenden scheidenden Wehmeyer und begrüßte Jäger mit dem Hinweis darauf, dass ihn mit der Stiftung die Vorstellung verbinde, „dass Gott selbst der oberste Dienstherr ist“.

Christa Joedt, die im Anschluss an den Gottesdienst versiert die Grußworte moderierte, würdigte Jens Wehmeyer mit den Worten: „Ich danke für sein gutes Tun und sein freundliches Begleiten der Stiftung“. Den neuen „Kaufmännischen“ stellte sie launig mit seinen Hobbies, dem Laufen, dem Motorradfahren und dem Schlagzeugspielen vor und zeigte, dass alle drei Gaben hilfreich fürs Diakonissenhaus sein können: „Denn“, so kommentierte sie ihre Einschätzung, „die Zukunft des Diakonissenhaus ist auch immer etwas, das in Bewegung ist“.

Wegbegleiter Rolf Schleicher aus Jägers Zeit als Geschäftsbereichsleiter der Baunataler Diakonie Kassel sprach ebenso ein Grußwort wie Oberin Kerstin Hering; Dr. Harald Clausen grüßte in seiner Funktion als Direktor des Diakonischen Werks in Kurhessen-Waldeck (DWKW) und Jägers Vorstandskollege Kuhnke formulierte die guten Wünsche des Kaiserswerther Verbandes in Abwesenheit dessen Geschäftsführerin Dr. Christine-Ruth Müller, die sich ebenfalls krankheitsbedingt entschuldigen ließ.

Jäger fällt künftig insbesondere die Aufgabe zu, die Stiftung an der Schwelle zu ihrem 150-jährigen Bestehen 2014 langfristig krisensicher und noch wirtschaftlicher auszurichten. Zuletzt war er Geschäftsbereichsleiter der Suchthilfe der „Baunataler Diakonie Kassel“. Er folgt auf den Diplom-Kaufmann Jens Wehmeyer, der seit April 2009 als Verwaltungsdirektor für die diakonische Einrichtung tätig war. Wehmeyer wird sich künftig auf seine Aufgaben als kaufmännischer Geschäftsführer der Diakonie-Kliniken Kassel konzentrieren.

Zur Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel gehören anteilig die Diakonie-Kliniken Kassel mit dem Burgfeld-Krankenhaus, Diakonissen-Krankenhaus und Frauenklinik Dr. Koch. Ebenfalls dazu gehören ein Altenhilfebereich, ein Jugendhilfebereich mit einem Kinder- und Jugendheim und drei Tageseinrichtungen für Kinder dazu. Das Diakonie-Zentrum für Schädel-Hirn-Verletzte in Nordhessen gemeinnütziger GmbH (ZeHN) ist das jüngste Arbeitsfeld der diakonischen Stiftung. Das Mutterhaus ist geistliche Heimat von rund 40 Schwestern. In der Komplexeinrichtung, die 2014 ihr 150-jähriges Bestehen feiert, arbeiten rund 1000 Menschen haupt- oder ehrenamtlich.
11.02.2013