06.11.18

Viel los beim Antik- und Trödelmarkt

MUTTERHAUS - Mehrere hundert Besucher kamen am vergangenen Wochenende ins Mutterhaus der Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus in die Goethestraße. Da die Planungen zur weiteren Nutzung des Gebäudes voranschreiten, musste sich die Stiftung von alten Möbeln, Haushaltsgegenständen, Besteck, Tischwäsche, Bücher, Weihnachtsartikel u.v.m. trennen. Der Erlös des Verkaufs fließt in die Diakonissenversorgung.

Seit einem Jahr hatten Ehrenamtliche, Diakonissen und Mitarbeitende der Stiftung den Antik- und Trödelmarkt vorbereitet. Von der Resonanz waren alle überwältigt. „Eigentlich brauche ich diesen Stuhl nicht, aber er erinnert mich an die Diakonissen, mit denen ich viel Gutes verbinde“, sagte eine Besucherin. Unter den Käufern waren viele Personen, die einen Bezug zu den Diakonissen und deren Arbeitsfelder im Krankenhaus, den Einrichtungen der Alten- und Jugendhilfe oder den Gemeindestationen hatten. Auch ehemalige Mitarbeitende nutzten die Gelegenheit, sich Gegenstände aus ihrer alten Wirkungsstätte zu erwerben.

Der Verkauf endete mit einer Wochenschlussandacht. Die Tage markieren einen Wendepunkt in der Geschichte des Mutterhauses und konnten so vor Gott gebracht werden. Zentrale Gestalt des Gottesdienstes war Abraham, den Gott ruft, weiterzuziehen. Er musste Heimat und Sicherheit verlassen, sein Schicksal lag ganz in Gottes Hand. „Abraham hat losgelassen. Was er zum Leben braucht nimmt er mit. Er gibt nicht alles auf. Sein Blick geht nach oben, als würde er von dort erwarten, dass die leeren Hände gefüllt werden. Was Abraham auf seinem Weg antreibt, ist die Verheißung Gottes: Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein“, so Vorstand Pfarrerin Martina Tirre in der Ansprache.  „Der Antik- und Trödelmarkt ist ein Schritt, sich von vielen liebgewonnenen Gegenständen zu trennen. Bei manchen war es schmerzlich, da sich mit ihnen viele Erinnerungen verbinden, manches waren aber auch Gegenstände, die einst Menschen gehörten, die uns schon vor langer Zeit in die Ewigkeit vorausgegangen sind“, so der Vorstand weiter. Zu diesem Schritt gehöre viel Mut. Denn er sei ein Einschnitt. Uns aber sei wie Abraham eine Verheißung geschenkt, die uns nach vorne blicken lasse: Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein.