23.10.19

Mitarbeitende für 15, 25 und 40 Jahre Treue geehrt

STIFTUNG - Das Kurhessische Diakonissenhaus und Agaplesion am Standort Kassel ehrten zwölf Mitarbeitende für ihren langjährigen Dienst in diakonischen Einrichtungen.

1. Reihe, v.l.: Sr. U. Graack, Pfarrerin M. Tirre, C. Röhrig, H. Mohamednur, A. Most 2. Reihe, v.l.: M. Rößeling, E. Ranik, A. Wolff, G. Zinke, J. Rohde 3. Reihe, v.l.: S. Holzapfel, J. Schindzielorz, M. Hofmann, Pfarrer M. Keller, A. K. Walter, A. Elsner

Als Zeichen der Anerkennung und des Dankes überreichten Pfarrerin Martina Tirre (Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus), Geschäftsführer Alfred Karl Walter (Agaplesion am Standort Kassel) und Pfarrer Markus Keller (Diakonie Hessen) silberne und goldene Kronenkreuze sowie Ehrenurkunden.

„Wir feiern Menschen, Zeit und getane Arbeit“, so Pfarrerin Tirre im Gottesdienst anlässlich der Ehrungen. In der Predigt sprach sie über das Wort „danke“, das klein sei und manchmal einfach vergessen werde. Tirre betrachtete die einzelnen Buchstaben. So stehe das „d“ für die drei Einrichtungen: Diakonissenhaus, Diakonie-Kliniken und Diakonie. Das „a“ stehe für anders: „Wir sagen heute danke für die unterschiedlichen Menschen mit jeweils anderen Begabungen, mit denen Sie ihren Dienst bei uns tun“. Das „n“ erinnere an die Nächstenliebe. Sie brauche es in der täglichen Arbeit mit den Kleinen und Großen, Jungen und Alten, Gesunden und Kranken.  In Anlehnung an ihre fränkische Heimat verband die Pfarrerin das „k“ mit dem Spruch „Konscht mi mal gern hob’n“. Zu allen Diensten gehöre „Nähe, aber auch die notwendige Distanz“. Das „e“ stehe für Ehrfurcht vor der eigenen Unvollkommenheit. Fehler, Schicksale, Missverständnisse und Lücken seien allen bekannt und so stellen wir unsere Dienste bewusst unter Gottes Namen.

Pfarrer Markus Keller dankte im Namen der Diakonie Hessen allen Mitarbeitenden. Das Kronenkreuz der Diakonie erinnere zum einen durch das Kreuz an Not und Tod. Die Krone hingegen sei Zeichen der Hoffnung und Auferstehung. „Durch Christus haben wir den Tod überwunden“, so Keller.

Beim anschließenden Stehempfang dankte Alfred Karl Walter, Geschäftsführer von Agaplesion am Standort Kassel, den Geehrten und sprach in Anlehnung an eine Geschichte von Paulo Coelho über den Bleistift. Dieser habe sechs Eigenschaften, die er mit dem Arbeitsleben in Verbindung brachte. So schreibe der Bleistift zwar, es gebe aber immer eine Hand, die diesen führe. Es gehe darum, dass Vorgesetzte Mitarbeitende führen, Ziele gemeinsam verfolgt werden und alle sich von Gott führen lassen. Wie ein Bleistift brauchen auch wir gelegentlich einen Anspitzer. „In unseren Verhaltens- und Führungsgrundsätzen bezeichnen wir dies als konstruktive Kritik“, so der Geschäftsführer. „Zugegeben, mit jedem Anspitzen wird der Bleistift kürzer, aber nur so kann er seiner Verwendung nachkommen und seinen Auftrag erfüllen.“ Bleistifte seien außerdem mit Radiergummis ausgestattet um Fehler auszumerzen. „Im Berufsleben nennen wir dies positive Fehlerkultur und haben in den Unternehmen CIRS eingeführt“, erklärte Walter. Das Wichtigste am Bleistift ist die Mine, das Innere. Man solle also auf das achten, was in einem vorgehe. Wie der Bleistift hinterlassen auch wir durch unser Handeln Spuren. Alfred Karl Walter erinnerte: „Egal wo wir stehen, was und wie wir etwas machen sind wir Vorbilder für die anderen“. Wir müssen unsere innere Mitte bewahren und uns eine „professionelle Gelassenheit aneignen.“ Walter zerbrach einen Bleistift und wies damit auf unsere Zerbrechlichkeit hin. „Viele Bleistifte zusammengenommen sind stark und nicht zu zerbrechen.“ Der Geschäftsführer weiter: „Ich unterstelle, dass Sie genau so, vielleicht auch unbewusst, ihr Berufsleben gestaltet haben. Ansonsten ständen die Einrichtungen mit Ihrer Hilfe nicht dort, wo diese heute stehen.“

Mit einem gemütlichen Beisammensein wurde die Feier fortgesetzt.

Geehrt wurden mit dem silbernen Kronenkreuz für 15 Jahre Mitarbeit: Andrea Elsner, Jonas Rohde und Angelika Wolff.  Das goldene Kronenkreuz für 25 Jahre Mitarbeit bekamen Marc Hoffmann, Hurya Mohamednur, Angelika Most, Evan Ranik, Claudia Röhrig, Manuela Rößeling und Janus Schindzierlorz. Für 40 Jahre Mitarbeit bekamen die Ehrenurkunde Sigrid Holzapfel und Gabriele Zinke.