29.01.19

Pfarrerin Martina Tirre besuchte Konferenz der Theologischen Vorstände

25 Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedshäuser des Kaiserswerther Verbandes trafen sich in der vergangenen Woche in der Diakonie Neuendettelsau. Darunter auch Pfarrerin Martina Tirre, die theologischer und kaufmännischer Vorstand der Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus ist.

Foto: Kaiserswerther Verband

Der Rektor der Diakonie Neuendettelsau, Dr. Mathias Hartmann, sprach über die aktuellen Herausforderungen im Gesundheits- und Sozialmarkt. Die zunehmende Regulierung auf nationaler und europäische Ebene treffe dabei auf eine verstärkte Konkurrenz bei enger werdenden Rahmenbedingungen. Gleichzeitig stiegen die Qualitätsansprüche der Kunden. Insgesamt sei eine "hohe Veränderungsgeschwindigkeit" in der Gesellschaft zu spüren.

Daher sei eine klare diakonische Profilierung nötig, ebenso wie die Umsetzung geeigneter Digitalisierungskonzepte. Innovationen seien zu fördern, betonte der Rektor. Diversität sei Strategie: Die Diakonie Neuendettelsau sei offen für kulturelle und religiöse Vielfalt von Mitarbeitenden und Kunden. So gebe es in einer der Kliniken einen muslimischen Gebetsraum und eine religionsübergreifende Seelsorge.

Die evangelische Identität der Diakonie bestehe "in der ur-evangelischen Fähigkeit zur Integration des Verschiedenen", so Christian Albrecht, Professor für Praktische Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München in seiner Keynote. In der diakonischen Arbeit werde diese Fähigkeit in einer eindrucksvollen Weise realisiert. "Wäre es nicht an der Zeit, diese Anerkennung von Heterogenität als etwas, das genuin evangelisch ist, nun auch entschlossen in das eigene Selbstverständnis aufzunehmen?", so Albrecht. Er ermutigte die Teilnehmenden, den Weg aus der "Homogenitätsfalle" gelassen, unaufgeregt und unängstlich zu gehen und dabei auf die "Aufgabe der entschlossenen Selbstauskunft" als eine Bildungsaufgabe zu setzen.

Interkulturelle Herausforderungen in Seelsorge und Erziehung diskutierten die Teilnehmenden schließlich in Nürnberg mit Pfarrer Peter Zeitz, Klinikseelsorger an der Klinik Hallerwiese und mit den Leiterinnen der Kindertagesstätte St. Johannis, Katrin Fröhlich und Andrea Ringel.

„Es waren sehr interessante Tage in der Diakonie Neuendettelsau“, so Vorstand Tirre. „Für meine Arbeit als Vorstand der Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus nehme ich mit, dass diakonische Unternehmen durchaus selbstbewusst sein können.“ Es sei gut, an Konferenzen wie diesen andere Einrichtung ähnlicher Art kennenzulernen und sich auch mit den Kolleginnen und Kollegen auszutauschen.  

Pressemeldung: Kaiserswerther Verwand / Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus