29.05.18

Lions-Club Kassel-Kurhessen unterstützt erneut die Sprachförderung

BAUMHAUS – Mit einem Betrag von 3000 Euro fördert der Lions-Club Kassel-Kurhessen die Sprachförderung in der Kindertagesstätte Baumhaus der Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel. Diese Spende sichert das Fortbestehen der Sprachförderung, die zur anderen Hälfte vom Land Hessen unterstützt wird.

Dr. Hubert Sostmann, Martina Tirre, Matthias Hartmann, Claudia Kluge, Anje Holbein und Kinder aus den Sprachfördergruppen.

Bereits seit 2004 unterstützt der Lions-Club Kassel-Kurhessen die Sprachförderung im Baumhaus. „Von Herzen unterstützen wir das Projekt weiter“, so Matthias Hartmann, Präsident des Clubs. „Uns ist besonders die Nachhaltigkeit der Projekte wichtig und diese können wir aufgrund der langen Zusammenarbeit gut bestätigen.“ Die Idee zu dieser Projektförderung hatte damals Dr. Hubert Sostmann, Activity-Beauftragter des Lions-Clubs. Bereits vier Generationen von Kindern konnten in diesen Jahren durch die Spenden des Clubs sprachlich gefördert werden.

Antje Holbein, die Leiterin der Kindertagesstätte Baumhaus zeigt sich sehr dankbar für die erneute Unterstützung: „Ohne diese Spende könnten wir die Sprachförderung nicht anbieten.“ 40% der Kinder in der Kita haben einen Migrationshintergrund. Darunter sind auch Kinder von Flüchtlingsfamilien, die ohne ein Wort Deutsch kommen. Aber auch der Förderbedarf von Kindern aus deutschen Familien nimmt zu. „Von 45 Kindern in der Kita nehmen 22 an der Sprachförderung teil“, erklärt Claudia Kluge. Sie leitet mit zwei Berufspraktikantinnen die Gruppen und hat eine Zusatzausbildung in Psychomotorik. Sie weiß: „Bewegung und Psyche hängen zusammen. Deswegen bauen wir auch häufig den Turnraum in unser Programm ein.“ Die älteren Kinder werden in Vierer-Gruppen betreut. Bei den Jüngeren sind die Gruppen größer. Die Sprache soll durch den Alltag erlernt werden: Malzeiten, Hygiene, lesen, spielen. „Wir suchen uns z.B. ein Thema wie Zirkus aus. Dann denken wir uns eine Geschichte dazu aus: Wer muss mitspielen, was haben die Personen an oder wer möchte wen spielen“, erzählt Kluge begeistert. „Die Kinder kommen gerne in die Sprachförderung.“